Das Teilzahlungsgeschäft in der modernen Zeit

In der heutigen Zeit ist es des öfteren üblich immer up-to-date zu sein und beim neusten Trend mitzumachen. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Smartphone, Fernseher oder Wohnmöbel handelt. Problematisch ist es nur, wenn die finanziellen Mitteln dafür nicht reichen. Daher bieten unzählige Anbieter eine Lösung des Konfliktes: Kauf heute ein und bezahle einfach später.

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In dieser Welt ist es üblich immer die schickesten Klamotten und neusten Geräte zu besitzen. So hat sich die Gesellschaft geformt.

Unter diesem Motto lässt sich das Teilzahlungsgeschäft erklären. Früher haben wir vor allem hochpreisige Produkte damit finanziert. Daher gewann der Finanzkauf bei uns immer mehr an Beliebtheit. Somit hatte jeder die Möglichkeit sich unter anderem ein Fahrzeug zu leisten. Allerdings waren solche Käufe zugleich immer mit einem Ratenkredit gleichzusetzen. Das bedeutet, dass wir als Verbraucher bei einer Bank eine bestimmte Geldsumme uns ausgeliehen haben. Dafür tilgen wir die Schuld mit Aufschlag der Zinsen nach Ablauf der Zeit ab. Dem zu Folge haben wir für den Erwerb eines Gutes deutlich mehr bezahlt. Doch ist der Ratenkredit seltener geworden und findet sich in der heutigen Gesellschaft nicht mehr so häufig. So wirklich etabliert hat sich das Teilzahlungsgeschäft erst mit der Einführung der 0%-Finanzierung. Das ist auch die gängige Form des Finanzkaufes.

Die Funktionsweise des Finanzkaufes erklärt

Bei Ratenzahlungen tilgen wir die Schuld durch mindestens zwei Zahlungen. Dafür dürfen wir schon im Voraus die Dienstleistung in Anspruch nehmen oder das Produkt benutzen. Dabei gehen wir mit dem Unternehmen einen Vertrag ein. Da wird abgesichert, in welcher Zeit und in welche Höhe wir die Raten abzahlen. Immerhin stundet uns der Verkäufer den Kaufpreis der Ware. Eine Unterschrift im Vertrag erlaubt dem Unternehmer die Weitergabe unserer Daten an die Schufa. Die Auskunftei überprüft unsere Kreditwürdigkeit und schützt uns dementsprechend vor Zahlungsausfällen. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass der Warenhandel aufgrund schlechter Bonität nicht stattfindet. Zu diesem Zweck empfehlen wir euch diesen Beitrag und zur Verbesserung eures SCHUFA-Scores diesen Beitrag zu lesen.

Der Ratenkredit und die Null-Prozent-Finanzierung

Wie oben schon erwähnt, zahlt ihr bei einem Ratenkredit während der Vertragsperiode den ausgeliehen Betrag mit Zinsaufschlag zurück. Somit profitiert das Finanzunternehmen auch von eurem Ratenkauf. Allerdings trifft dies nicht auf den Einzelhandel zu. Dort müsst ihr für die Dienstleistung oder das gekaufte Produkt nur den reellen Wert abgleichen. Sofern dies der Fall ist, sprechen wir hier von einer 0%-Finanzierung. Besonders in diesem Zeitalter hat sich die Null-Prozent-Finanzierung bewährt.

Auch wenn Extra-Zinskosten damit vermeidbar sind, kann die 0%-Finanzierung eine zweischneidige Klinge für manche sein.

Der Ratenkauf hat sich vor allem durch diese Form der Finanzierung etabliert. Mittlerweile nutzen das speziell Onlineshops gerne aus. Denn zwei ungemein wichtige Tatsachen wissen die Verkäufer über uns: Wir zahlen lieber kleinere als große Beiträge und folgen dem Trend. Dabei ändert sich das Angebot ständig und passt sich der Masse an. Dadurch ist es uns möglich sich die neuen Nike Schuhe zu finanzieren. Ob Kleidung oder Schmuckartikel, die Händler übernehmen die Zinskosten und ihr zahlt dann nur noch den angegebenen Preis.

Allerdings sollte man solche Einkäufe mit Vorsicht angehen und die Konditionen genauer überprüfen. Oftmals wollen Unternehmen einen zusätzlichen Profit generieren. Es ist nur logisch, dass Finanzierungsprodukte teurer verkauft werden als sie es sind. Somit decken die Verkäufer auch die Zinskosten. Desweiteren sind 0%-Finanzierungsverträge manchmal über eine Laufzeit wirksam, aber nicht während der gesamten Vertragsdauer. Folglich kann sich ein solches Abkommen zwischen Händler und Verbraucher zu einer tückischen Falle entpuppen, da dann die anstehenden Zinssätze sehr hoch ausfallen. Daher solltet ihr nicht beim erstbesten Produkt direkt zugreifen. Überprüft die Konditionen und vergleicht die Ware mit anderen Anbietern.

Der Ratenkauf im Überblick

Im folgenden Abschnitt möchten wir nochmal auf die Vor- und Nachteile eines Teilzahlungsgeschäftes eingehen. Schließlich werden wir ständig mit attraktiven Angeboten versucht. Die Verlockung ist groß, besonders in dieser Konsumgesellschaft. Um sich bestens schützen zu können, sollten wir alle Vorzüge des Ratenkaufes kennen.

Vorteile

  • Ihr braucht nicht mehr lange zu sparen.
    Besonders wenn ihr finanziell nicht liquide seid und einen spontanen Einkauf entrichten müsst, eignet sich der Ratenkauf hervorragend. Sollte im schlimmsten Fall der Fernseher oder Computer defekt gehen, könnt ihr euch schnell einen neuen besorgen. Natürlich ist die gute Bonität Voraussetzung dafür.
  • Ihr habt die selben Rechte wie bei einem Direktkauf.
    Ihr dürft nach Erwerb des Gutes von eurem zwei-wöchigen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Dieses ist im BGB durch §§ 506 Abs. 1 und 495 Abs. 1 nachweisbar und gilt für Onlineshops sowie für den stationären Handel.
  • Wir sparen uns den Ärger einer Vorauszahlung.
    Das erworbene Produkt kann getestet werden, ohne dass ihr schon eine Zahlung getätigt habt. Somit spart ihr euch die Arbeit eurem Geld hinter her zu jagen.
  • Die monatlichen Schulden sind meist überschaubar.
    Ein Einkauf bleibt eine finanzielle Belastung, allerdings fällt sie bei einem Finanzkauf deutlich geringer aus. Die monatlichen Raten sind oft überschaubar und daher können sich auch Menschen mit weniger Verdienst größere Anschaffungen leisten.

Nachteile

  • Teilzahlungsgeschäfte sind meist kostspieliger als Sofortkäufe.
    Ratenkäufe sind stets entgeltlich. Das bedeutet, dass dem eigentlichen Warenpreis noch Extrakosten zu verrechnen ist. Wie oben schon erwähnt, trifft das besonders bei einer 0%-Finanzierung zu.
  • Sofern das Produkt nicht mehr nutzbar ist, muss man trotzdem dafür aufkommen.
    Hat man einen Vertrag mit einer besonders langen Vertragslaufzeit abgeschlossen, kann es sein, dass die Ware innerhalb des Zeitraums nicht mehr funktionsfähig ist. Zahlen müsst ihr dennoch.
  • Fehlendes Verantwortungsbewusstsein führt in die Schuldenfalle.
    Wer mehrere Produkte finanziert oder während der Finanzierung nicht mehr genug Einkommen aufweist, der tappt in die Schuldenfalle. Man sollte daher jeden Einkauf immer im Überblick behalten. Besonders viele kleine Ratenzahlungen tun sich zu einer großen finanziellen Belastung zusammen.
  • Ratenverträge sind der Schufa bekannt.
    Die Schufa nutzt zur Berechnung eurer Bonität aktuelle und nicht gezahlte Teilzahlungsgeschäfte. Möchtet ihr eine sehr große Investition tätigen, wie der Kauf eines Hauses, und wollt dafür einen Kredit aufnehmen, kann das durchaus auch nicht klappen. Grund dafür sind eventuell laufende Ratenzahlungen.
Schuldenfalle
Wer einmal nicht aufpasst, der kann ganz schnell in die Schuldenfalle sich irren. Zu viele Ratenkäufe und ein zu geringer Verdienst sind Grund für diesen Zustand. Das Teilzahlungsgeschäft suggeriert in uns zwar ein tolles Angebot, hat allerdings auch seine Schattenseiten.

Fazit: Ist das Teilzahlungsgeschäft eine Finanzierungshilfe?

Das Teilzahlungsgeschäft erleichtert unseren Einkauf in vielerlei Dinge. Für spontane Geschäfte eignet er sich prima. Außerdem kann man sich auch hochpreisige Produkte leisten, sollte der Verdienst nicht so hoch ausfallen. Trotzdem sollte man vielleicht gegen den Strom schwimmen und Ratenzahlung weitgehend versuchen zu vermeiden. Immerhin bietet der Finanzkauf durchaus Gründe, warum er eine Finanzierungshilfe ist. Allerdings sollte man diese Möglichkeit nur nutzen, wenn man wirklich Hilfe in der Finanzierung benötigt. Es ist nicht zwingend notwendig sich immer die neusten Schuhe oder das neuste Handy zu kaufen. Außerdem kann man durch Sparen über einen Zeitraum die Ware oftmals kostengünstiger bekommen. Deshalb solltet ihr euren nächsten Ratenkauf kurz überdenken.

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