Lastschriftrückgabe

Die wichtigsten Infos zu Lastschriftrückgaben

Die Lastschrift stellt heute eine Möglichkeit für Euch als Käufer dar, bequem und schnell zu bezahlen. Dies rührt vor allen Dingen daher, dass hier die aktive Rolle vom Zahlungsempfänger eingenommen wird – der Bezahlende muss lediglich eine Einzugsermächtigung erteilen. Dennoch geschieht es in vereinzelten Fällen, dass eine Lastschrift zurückgegeben werden muss.

Gründe für eine Lastschriftrückgabe

Die Gründe für eine solche Rückgabe sind unterschiedlich: Zum einen besteht die Möglichkeit, dass eine Lastschrift Fehler aufweist. Dabei häufen sich zum Beispiel Fälle, in denen eine Abbuchung irrtümlicherweise doppelt durchgeführt wurde. In einen solchen Fall müsst Ihr als Zahlungspflichtige natürlich aktiv werden, um eine Rückzahlung des überschüssigen Geldes zu erwirken. Weiterhin besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass eine mögliche Abbuchungserlaubnis zum Zeitpunkt des Einzugs überhaupt nicht mehr existent war: Wenn Ihr online gekauft und Euch dann doch zum Abbruch des Vorganges entscheidet, kommt der Rückzug der Zahlung oftmals etwas zu spät – eine Transaktion kann längst stattgefunden haben. Auch dann ist die Möglichkeit der Rückgabe käuferfreundlich. Im allerschlimmsten Fall hingegen kam es niemals zu einer Einzugsermächtigung – in einer solchen Situation kann davon ausgegangen werden, dass Betrüger am Werk sind. Das Recht ist hierbei jedoch auf Eurer Seite und erlaubt es, schnell und einfach das fälschlicherweise abgebuchte Geld wieder zu bekommen. Wichtig ist natürlich nur, dass Ihr Eure Kontobewegungen stets beobachtet, sodass Kriminelle keine Chance haben.

Lastschrift zurückgeben – So geht's

Wenn die Vermutung nahe liegt, dass Abbuchung nicht korrekt verlaufen ist und somit eine Rückgabe der Lastschrift notwendig ist, solltet Ihr Euch in erster Linie an Eurer Bank wenden. Dieser Vorgang, auch Lastschriftwiderruf genannt, mag danach klingen, mit viel Aufwand und einer Menge Papierkram verbunden zu sein, doch in der Realität sind Banken in derartigen Angelegenheiten sehr unbürokratisch: Meist werden die Sachverhalte nicht geprüft, da das Wohl des Kunden im Vordergrund steht. Aus diesem Grund wird eine Rückzahlung meist sehr rasch durchgeführt und der Betrag ist im Handumdrehen wieder auf dem Konto gutgeschrieben.

Dennoch gibt es Fristen, die Ihr als Kunden durchaus einzuhalten habt:

In aller Regel gilt ein Zeithorizont von 8 Wochen, innerhalb dessen im Falle einer Basis-Lastschrift Beträge zurück gebucht werden können. Sollte ein SEPA-Mandat fehlen, sprich die generelle Autorisierung für den gesamten Autorisierungsvorgang, gilt sogar eine Frist von bis zu 13 Monaten. Dieser Mehraufwand, der der Bank durch eine geforderte Rückgabe entsteht, ist für Euch vollkommen kostenlos – jedoch nur dann, wenn die Lastschriftrückgabe auch rechtens beziehungsweise nicht die Schuld des Kontoinhabers war. Dies ist meist dann der Fall, wenn die Rückzahlung aufgrund einer nicht ausreichenden Deckung des Kontos automatisch vorgenommen werden musste. Dann behalten sich auch sonst sehr kulante Banken die Berechnung von Gebühren vor, die unterschiedlich hoch ausfallen können. Wo in den vergangenen Jahren noch der direkte Kontakt mit der Bank nötig war, genügt heute, in Zeiten des Online Bankings auch ein Internetzugang, um eine Lastschriftrückgabe zu veranlassen: Das Ausfüllen eines Formulars online genügt, um eine Überweisung rückgängig machen zu lassen.

4 einfache Tipps für eure SEPA-Lastschriftmandate

Wie bereits erwähnt, kann eine Lastschriftrückgabe durchaus auch mit Gebühren verbunden sein, weshalb Ihr Euch einige Ratschläge zu Herzen nehmen sollt.

Ausreichende Kontodeckung vermeiden Mahnkosten

Dazu zählt zum einen, immer darauf zu achten, dass das eigene Konto ausreichend gedeckt ist während des Onlineshoppings, da sonst schnell unschöne Kosten entstehen können.

Überblick behalten vermindert überraschende Lastschriften

Zudem empfiehlt es sich, eine nicht allzu große Anzahl an Lastschriften per se einzuräumen – der Überblick über die unterschiedlichsten Kontobewegungen ist leider rasch verloren.

SEPA-Mandate beim Bankwechsel ändern

Da oftmals SEPA-Mandate auch dauerhaft erteilt werden, sprich monatlich abgebucht werden, solltet Ihr weiterhin immer darauf achten, bei einem Bankwechsel neue Einzugsermächtigungen einzuräumen.

Mahnkosten vermeiden durch Zahlaufschub

Auch muss im Falle einer kurzfristigen Zahlungsunfähigkeit zudem unbedingt der Gläubiger über den Engpass informiert werden – mittelfristige Einstellungen der Einzüge sind oftmals kein Problem und ersparen dann auch unangenehme Bankgebühren.