Die VISA Karte von Amazon

Dass Amazon nicht mehr das Amazon ist, welches wir vor noch einigen Jahren kannten, ist wohl mittlerweile jedem von euch bekannt. Vielmehr hat sich Amazon zu einem Multichannel-Händler entwickelt, der zunächst 1994 mit digitalen Büchern seine Geschäfte betrieb. Mittlerweile hat sich das Dienstleistungsangebot stark entwickelt und beinhaltet das Nahrungssortiment für jeden bis hin zum Elektronikwarenhandel. So könnt ihr durch Amazon auch erste Versuche als Selbstständige wagen, indem ihr Bücher verfasst oder neue Ideen und Produkte in Amazon vermarktet. Einen eigenen Lieferdienst bietet Amazon sogar auch noch an. Da ist es kaum verwunderlich, dass Amazon besondere Kreditkarten verteilt. Genau diese Kreditkarte wollen wir in unserem Ratgeber heute behandeln. Ihr erfährt alles Wichtige zur Visa Karte von Amazon.

MasterCard und VISA
Die größten Gesellschaften für Zahlungskarten – MasterCard und VISA

Vor- und Nachteile der Amazon Kreditkarte

Die Amazon Kreditkarte ist sicher nicht für jeden interessant, aber wer sie besitzt kann durch den Kauf in Amazon Bares sparen. Zum Beispiel wirbt der Multichannel-Händler mit der Errichtung eines Kreditkartenkontos in Amazon mit 40€ Startguthaben. Prime-Mitglieder erhalten die Kreditkarte sogar gratis. Dennoch möchten wir genau auf die Vor- und Nachteile der VISA-Karte von Amazon eingehen. Im Laufe des Beitrages erklärt sich dann von selber, warum die Karte nicht für jeden gedacht ist.

Vorteile

  • Startguthaben
    Wer die Karte beanträgt, erhält von Amazon zusätzlich für seinen ersten Einkauf 40€ geschenkt.
  • Kreditkarte wird schnell zugeliefert
    Nachdem ihr euch für die Kreditkarte verifiziert habt, erhaltet ihr schon innerhalb einer Woche die VISA-Karte.
  • Punkte sammeln bei jedem Einkauf
    Benutzt ihr eure Kreditkarte um euren Einkauf bei Amazon oder andere Händler, die mit Amazon kooperieren, zu zahlen, erhaltet ihr Punkte. Dabei könnt ihr bis zu drei Punkte pro Euro verdienen. Das hängt davon ab, wo ihr einkauft und ob ihr Prime-Mitglieder seid. Dabei entsprecht ein Punkt einen Cent. Hinterlegt ihr eure Kreditkarte beim Händler direkt als Zahlungsart, sammelt ihr somit automatisch jedesmal Punkte.
  • Guthabenkonto mit Prepaid-Funktion
    Die Karte kann von euch aufgeladen werden und somit seid ihr immer zahlungsliquide. Wir empfehlen vor allem diese Funktion zu nutzen, da Amazon andererseits sehr hohe Gebühren von euch verlangt.
  • VISA-Karte
    Mittels einer VISA-Karte habt ihr die Möglichkeit, auch im Ausland auf Bargeld zurückzugreifen. Die VISA-Karte wird weltweit akzeptiert und solltet ihr nicht genug Geld dabei haben, kann sie im Notfall eingesetzt werden.
  • Prime-Mitglieder zahlen nichts
    Prime-Mitglieder erhalten die Kreditkarte kostenfrei. Selbiges gilt auch für die Partnerkarte für den Partner. Allerdings kostet die Mitgliedschaft zu Zeit 69€ und sie ist damit erheblich teurer als die Kosten für die Kreditkarte zu begleichen. In dem Fall müsst ihr selber abwägen, ob ihr die Funktionen einer Prime-Mitgliedschaft auch wirklich nutzt.

Nachteile

  • Jahresgebühren
    Sofern ihr keine Prime-Mitglieder seid, müsst ihr für die Kreditkarte jährliche Gebühren entrichten. Im ersten Jahr ist die VISA-Karte von Amazon zwar kostenfrei, kostet euch allerdings dafür schon im zweiten Jahr 19,99€. Möchtet ihr eine Partnerkarte haben, zahlt ihr weitere 9,99€ zusätzlich.
  • hohe Zinsen
    In der nächsten Überschrift gehen wir gleich auf die Kosten genauer ein. Solltet ihr jedoch ins Minus mit eurer Kreditkarte gehen, verlangt Amazon Zinsen für die Überlastung. Mit 14,98% übersteigt der Zinssatz somit den teuren Dispokredit bei eurem Girokonto.
  • hohe Kosten für In- und Auslandbenutzung
    Auch hierbei ist sich Amazon nicht zu schade, hohe Gebühren bei euch zu verlangen. Es lohnt sich einfach nicht, die Karte zu beantragen, wenn man eine Kreditkarte für den Urlaub braucht. Denn in dem Fall habt ihr einfach viel zu hohe Kosten zu entrichten.
  • Nicht jeder spart mit der Karte
    Das gilt besonders für diejenigen, die keine Prime-Mitgliedschaft besitzen. Solltet ihr einfacher Kunde sein und möchtet die Amazon-Kreditkarte haben, so habt ihr eine Jahresgebühr von aufgerundet 20€ zu entrichten. Zusätzlich erhaltet ihr für jeden Euro zwei Punkte. Um die Kosten für die Kreditkarte also wieder auszugleichen, benötigt ihr 2.000 Punkte. Das entspricht einen Einkaufswert von 1.000€. Wer jährlich also keine 1.000€ in Amazon ausgibt, dem empfehlen wir erst recht keine Amazon Kreditkarte.

Kosten und Gebühren der Amazon Kreditkarte

Nun kommen wir zu dem wohl wichtigsten Teil unseres Ratgebers: Wie viel kostet euch die Amazon Kreditkarte? Wir sagen euch im Vorfeld, wirklich günstig ist sie nicht. Daher muss man sich wohl gründlich überlegen, ob man die VISA-Karte auch wirklich haben will. Wer allerdings von euch eh schon Primekunde ist, der soll die möglichen Gebühren kennen, damit man sie vermeiden kann.

Jahresgebühren für die Amazon Kreditkarte
Kosten: 19,99€
Prime-Mitglieder zahlen nichts.

Jährliche Gebühren für die Partnerkarte
Kosten: 9,99€
Auch diese Karten erhalten Prime-Mitglieder kostenfrei.

Sollzinsen
Sollzinsen fallen je nachdem an, welche Einstellungen ihr im Rechnungsausgleich hinterlegt habt. Dabei habt ihr die Wahl, ob ihr die Monatsrechnung in voller Höhe oder in Teilbeträgen ausgleichen wollt. Schließlich hat Amazon die Option den offenen Betrag in Teilbeträgen zu entrichten schon automatisch eingestellt. Nicht ohne Grund: Es fallen auf die zu tilgende Schuld satte 14,98% an. Anlässlich dazu empfehlen wir euch dringend, die Monatsrechnung in voller Höhe abzugleichen.

Gebühren für Geldabhebungen
Abhebungen von eurem Guthaben sind in Deutschland kostenfrei. Das könnt ihr an jedem Bankautomaten mit einem VISA Zeichen erledigen. Allerdings zahlt ihr zusätzliche Kosten zu den Sollzinsen, wenn ihr euer Konto überzieht. In Deutschland fallen dafür dementsprechend 3% eures Umsatzes, allerdings mindestens 7,50€ an. Seid ihr im Ausland kostet euch das Vergnügen lediglich genauso viel, aber mit einem Mindestwert von 5€.

Fremdwährungsentgelt
Da es sich ja um eine VISA-Karte handelt, könnt ihr mit ihr auch im Ausland zahlen. Die Akzeptanz dafür ist riesig und es kann auch pragmatisch sein. Allerdings empfehlen wir auch da die Karte nicht zu oft zu benutzen und sich lieber eine bessere Kreditkarte zu besorgen. Zahlt ihr euren Einkauf mit der Kreditkarte, müsst ihr zusätzliche 1,75% des Einkaufswertes an Amazon entrichten.

Wer darf die VISA Kreditkarte von Amazon beantragen?

Der Kreditgeber für die Amazon Kreditkarte ist die Landesbank Berlin AG. Da ihr das Konto überlasten könnt, benötigt ihr somit eine gute Bonität. Je besser euer SCHUFA-Score, desto höher ist auch der Kreditrahmen. Desweiteren benötigt ihr einen Wohnsitz in Deutschland und eine deutsche SEPA Bankverbindung. Somit können Österreicher und Schweizer keine Amazon Kreditkarte erhalten. Das Mindestalter von 18 Jahren ist ebenfalls verpflichtend.

Fazit Amazon Kreditkarte – Ist die Karte wirklich sinnvoll?

Die Amazon Kreditkarte ist nur wirklich dann sinnvoll für euch, wenn ihr bei Amazon viel einkauft oder sogar Primekunden seid. Anderenfalls lohnt sich die Karte aufgrund der hohen Kosten gar nicht. Immerhin müsst ihr als Nichtkunden 1.000€ in Amazon investieren, um die jährliche Gebühren wieder auszugleichen. Für Prime-Mitglieder unter euch hat es allerdings den Vorteil, dass ihr die Karte schon kostenfrei bekommt und dann noch Geld sparen könnt. In dem Fall solltet ihr es dennoch unbedingt vermeiden, die Karte außerhalb für eure Geschäfte von Amazon zu nutzen. Auch solltet ihr keinen Kredit aufnehmen. Ändert daher den monatlichen Rechnungsausgleich von 10% zu 100%. Desweiteren vermeidet es, die Karte für andere Zwecke zu nutzen. Dafür gibt es Kreditkarten die in diesem Bereich einfach etablierter sind.

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